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Kriege werden seit Menschengedenken geführt doch nie zuvor wurden Soldaten in der westlichen Welt so gut ausgebildet wie heute Dabei ist und bleibt der Krieg eine unvorstellbare Erfahrung – nur derjenige kann wahrhaftig Auskunft darüber geben der ihn erlebt hat Dreißig Jahre hat Karl Marlantes schwer an seiner eigenen Kriegserfahrung die er in Vietnam machen musste getragen – um sie jetzt mit seinen Lesern zu teilen In Was es heißt in den Krieg zu ziehen beschönigt er nichts – und er verschweigt nichts Ohne Rücksicht auf sich selbst und seine Leser erzählt er von Tapferkeit ebenso wie vom Töten; von der Notwendigkeit Gewalt anzuwenden um noch Schlimmeres zu verhindern und von dem einzigartigen Kick der mit einem echten Kampfeinsatz einhergehen kann Auf diese Weise gelingt ihm dreierlei zukünftigen Soldaten begreiflich zu machen wozu sie sich verpflichten; Veteranen dabei zu helfen mit dem Gesehenen und Getanen weiterzuleben; und Politikern und Militärs mit gnadenloser Klarheit vor Augen zu führen was sie den jungen Männern abverlangen die sie in den Kampf schicken Das macht Was es heißt in den Krieg zu ziehen zu einem ebenso großen wie wichtigen Buch das uns alle angehtKriege werden seit Menschengedenken geführt doch nie zuvor wurden Soldaten in der westlichen Welt so gut ausgebildet wie heute Dabei ist und bleibt der Krieg eine unvorstellbare Erfahrung – nur derjenige kann wahrhaftig Auskunft darüber geben der ihn erlebt hat Dreißig Jahre hat Karl Marlantes schwer an seiner eigenen Kriegserfahrung die er in Vietnam machen musste getragen – um sie jetzt mit seinen Lesern zu teilen In Was es heißt in den Krieg zu ziehen beschönigt er nichts – und er verschweigt nichts Ohne Rücksicht auf sich selbst und seine Leser erzählt er von Tapferkeit ebenso wie vom Töten; von der Notwendigkeit Gewalt anzuwenden um noch Schlimmeres zu verhindern und von dem einzigartigen Kick der mit einem echten Kampfeinsatz einhergehen kann Auf diese Weise gelingt ihm dreierlei zukünftigen Soldaten begreiflich zu machen wozu sie sich verpflichten; Veteranen dabei zu helfen mit dem Gesehenen und Getanen weiterzuleben; und Politikern und Militärs mit gnadenloser Klarheit vor Augen zu führen was sie den jungen Männern abverlangen die sie in den Kampf schicken Das macht Was es heißt in den Krieg zu ziehen zu einem ebenso großen wie wichtigen Buch das uns alle angeht


3 thoughts on “Was es heißt, in den Krieg zu ziehen

  1. says:

    Karl Marlantes verarbeitet in Was es heißt in den Krieg zu ziehen auf sehr ehrliche Art seine Kriegserlebnisse von denen er einige Episoden recht hart und schonungslos schildert oft mit gewissen Handlungsparallelen zu seinem anderen Buch Matterhorn Dabei versucht er stets auch auf die Gefühle die er dabei empfunden hat einzugehen Von Kriegsromantik bleibt dabei nichtsAußerdem geht er auch sehr intensiv auf seine Erlebnisse und Probleme nach der Rückkehr vom Einsatz ein Dadurch gibt er äußerst interessante Einblicke in die Psyche von Kriegrückkehrern und vermittelt einen Eindruck wie die Reaktionen der Landsleute in der Heimat auf die Rückkehrer wirken Gerade diese aus anderen Büchern ungewohnte Perspektive machen das Buch sehr lesenswert aber auch sehr nachdenklichImmer wieder versucht Marlantes Ansätze für Politik und Gesellschaft zu finden die jungen Soldaten auf ihren Einsatz und das Leben danach vorzubereiten Allerdings wird er dabei oftmals etwas sehr mythologisch bzw stellenweise auch esoterisch was es teilweise etwas schwer macht die Gedanken nachzuvollziehen Andererseits wird dadurch auch überaus deutlich wie sehr sich die Verantwortlichen eigentlich Gedanken machen müssten die psychischen Folgen von Kriegseinsätzen für die Soldaten bereits bei der Ausbildung und bei der Planung von Einsätzen zu berücksichtigenAlles in allem wirkt das Buch sehr ehrlich und authentisch Was es heißt in den Krieg zu ziehen ist auf jeden Fall für Leser zu empfehlen die bereit sind sich auf so eine psychische Verarbeitung von extremen Erlebnissen einzulassen auf ein Buch das einen mit vielen Gedanken zurücklässt Eine leichte Lektüre ist es nicht aber sicherlich eine lohnenswerte


  2. says:

    Karl Marlantes legt nach seinem Romandebüt Matterhorn nun auch eine Art Autobiographie vor die sich schwerpunktmäßig um seine Zeit im Vietnamkrieg dreht beziehungsweise um die Rückkehr in die USA Wer schon den Roman gelesen hat wird feststellen wie sehr jener geprägt war von den persönlichen Erlebnissen des jungen Offiziers immer wieder stößt man auf Passagen mit Erlebnissen die man so auch schon in Matterhorn finden konnte Eindrucksvoll unterstreicht Marlantes damit dass er sich die Geschehnisse aus Matterhorn nicht aus den Fingern gesogen ja nicht einmal aufgebauscht hat Er hat das erlebt wovon er schreibtSchonungslos analysiert er sein Verhalten und das seiner Kameraden als Krieger in einem Krieg der so anders war als jener den noch ihre Väter gegen das Dritte Reich und Japan kämpften Er zeigt auf was junge Männer bewegt in den Krieg zu ziehen und deckt die Mechanismen auf die dort zu wirken beginnen Zu Recht mahnt er an dass jeder Krieger und jede Nation sich genau überlegen muss wofür man wirklich in den Krieg ziehen sollte Er spricht in diesem Zusammenhang vom bewussten Krieger Denn Marlantes ist trotz seiner Erlebnisse kein Pazifist er vertritt die Meinung Gewalt dürfe ja müsse sogar dann eingesetzt werden wo jemand anders geschützt werden muss Dann und nur dann sei sie legitimMarlantes verheimlicht nicht das Buch als Bewältigung seiner Posttraumatischen Belastungsstörung PTBS geschrieben zu haben Es ist ja allgemein bekannt dass viele Vietnamkriegsveteranen alkohol und drogenabhängig wurden eine hohe Scheidungs und Suizidrate aufweisen und nur schwer wieder Fuß fassen konnten im Zivilleben Eindrücklich schildert er unter welchen Umständen die Rückkehr in die USA und somit in die reguläre Zivilisation ablief Eine der anrührendsten Stellen des Buches ist jene in der Marlantes beschreibt wie er im Zug nach New York einer jungen hübschen Frau begegnet es aber nicht wagt sich neben sie zu setzen da er in Uniform reist und weiß dass kein Mädchen welches nördlich der Mason Dixon Linie geboren ist je mit ihm dem Vietnamkriegsveteran ausgehen würde Also setzt er sich ans Ende des Wagens Fünf Minuten später steht die Frau auf kommt zu seinem Platz und spuckt ihn an Alle Mitfahrenden schauen weg während der hochdekorierte Offizier versucht sein Zittern zu kontrollieren Willkommen daheimTrost suchte Marlantes ganz offensichtlich bei verschiedenen Religionen und Philosophien Er berichtet von seinen Versuchen die Vergangenheit zu bewältigen wobei ihm neben anderen Veteranen auch Priester und Gelehrte geholfen haben Das ganze Buch ist stark philosophisch angehaucht Bisweilen übertreibt er es sogar etwas mit seinen Anleihen aus der Antike dem Schamanismus und fernöstlichen Religionen Dann bricht der Yale und Oxford Absolvent in ihm durch Überraschend wenig hingegen stammt aus Katholizismus oder dem Christentum allgemein Marlantes erweist sich auch darin als Kind seiner Zeit in der man sein Seelenheil eher im fernen Osten zu finden glaubteMarlantes versucht aufzuzeigen wie man künftig in der Soldaten und Offiziersausbildung vorgehen sollte um Belastungen zu vermeiden wie sie seine Krieger Generation tragen musste Damit wendet sich das Buch also gerade auch an aktive Soldaten Aber auch Veteranen dient es sicher als Hilfe ihre Erfahrungen aufzuarbeiten Zivilisten hingegen erhalten mit diesem grandiosen Werk einen Einblick in die Gefühls Welt der Soldaten erfahren was es heißt in den Krieg zu ziehen und dort zu überleben oder zu sterben Letzteres wird naturgemäß auch immer wieder thematisiert und es läuft jedem ein kalter Schauer den Rücken hinunter wenn Marlantes etwa vom Tod eines Kameraden berichtet dem eine Panzermine den Kiefer und ein Bein weggerissen hatte und der eine Minute lang wie am Spieß brüllte um dann von einem Sanitäter erlöst Abdrücken der Halsschlagader zu werdenKritisch setzt sich Marlantes auch mit den Auswirkungen des Krieges auf die amerikanische Gesellschaft auseinander Er bemängelt angesichts der aktuellen Gender Debatten sicher nicht zu Unrecht dass das amerikanische Volk als Reaktion auf den Krieg das männliche Prinzip zu beschämen versuchte mit schweren Folgen für die männliche Identität und die Gesellschaft Die traditionelle Rolle des Mannes Schutz der Gemeinschaft sei egalisiert worden ohne adäuaten Ersatz zu schaffen Gemeindeschutz und militärischer Schutz seien aus der Gesellschaft ausgelagert worden gleichsam zur Paralellgesellschaft gewordenEinziger Kritikpunkt an dem Buch ist dass entweder Lektorat oder Übersetzer Steigerungspotential gehabt hätten Bei so manchem ineinander verschachtelten Satz fragt man sich ob Marlantes sich im Original tatsächlich so ausgedrückt hat Auch sachlich gibt es zumindest einen Fehler So wird behauptet ein vorbereitender Luftschlag diene der Moral der angreifenden Artillerie S 215 Das ist Unfug gestärkt werden soll natürlich die Moral der Infanterie Marlantes wird diese beiden Waffengattungen wohl kaum verwechselt haben somit ist auch hier der Fehler wohl eher beim Lektor oder Übersetzer zu suchenFazit Eines der besten Bücher die ich in den letzten Jahren gelesen habe In meinen Augen ein Fall für den Pulitzer Preis


  3. says:

    und sehr tiefgründigDieses Buch ist sehr überraschend denn es erfüllt nicht die gängigen Erwartungshaltungen an solche Lektüre Weder heroisiert es nicht im geringsten eine soldatische Vergangenheit noch verfällt es in politisch korrektes moralisches Abkanzeln von kriegerischen TätigkeitenNein der Autor ist ehrlich Es gibt Momente in denen am Krieger Dasein nichts heldenhaftes ist; aber es gibt auch Momente in denen man Zerstören nicht bereut Warum ist das sodieser Frage versucht der Autor auf den Grund zu gehen Man stellt fest daß hier viel lange und unangenehme Zeit des Nachdenkens verarbeitet wird was das Buch sehr offen macht Von der Frage ob Krieg notwendig sein kann bis hin zur Frage was man tun muss um sich seiner Aufgabe als Krieger zu stellen werden alle Aspekte beleuchtet und es ist überraschend wie viele dieser Gedankengänge die sich auf Soldaten beziehen sich dann in den normalen Alltag übertragen lassenWer Matterhorn gelesen hat wird nochmals überrascht sein wie echt tatsächlich dieser Roman war denn alle Erlebnisse finden sich hier ebenfalls wiederEiner der besten Sätze des Buches für michZerstören und Kreativität sind zwei Seiten der gleichen Medaille denn sie beruhen beide darauf menschliche Grenzen nicht zu akzeptierenFAZITEin sehr tiefgehendes ehrliches Buch über dessen Sätze man nicht hinweglesen kann